Dienstag, 19. Juli 2011

Offener Brief an Stadtpräsident T. Scheitlin

Sehr geehrter Herr Scheitlin

Folgend beziehen wir uns auf Ihr Schreiben, welches Sie uns kurz vor Beginn der
Sommerferien und der damit verbundenen Abwesenheit vieler Interessierten, als Antwort auf
die Petition ‚Das Recht auf Kultur‘ zukommen liessen.
 
In den gesammelten 6‘472 Unterschriften steckten grosse Hoffnungen, dass die Stadt sich
aktiv für den Erhalt des KuGl einsetzt und endlich den Puls einer lebendigen Jugendkultur zu
fühlen bekommt. Zudem erhofften wir uns nach den zahlreichen Zusicherungen und
Rückendeckungsversprechen eine konstruktive Antwort mit einem Inhalt der aufzeigt, welche
Möglichkeiten ausgeschöpft oder Massnahmen getroffen wurden oder noch werden. Denn
seit der Einreichung des Postulats ‚Hat St.Gallen ausgeKUGLt?‘ bis zu Ihrer Antwort auf die
Petition sind ein Jahr vergangen. Genug Zeit also, um proaktiv Zeichen zu setzen oder
konstruktive Lösungen zu erarbeiten und diese Aktivitäten uns dann mitzuteilen.

Ihr zweiseitiges Schreiben besteht aber lediglich aus einer 1 ¾ Seiten umfassenden
Zusammenfassung dessen, was im Fall KuGl in letzter Zeit rechtlich geändert wurde und wie
der aktuelle Stand ist. Ihr Schreiben besteht also aus 75% banalem Wiederholen von Dingen
die ein aufmerksamer Zeitungsleser sowieso bereits weiss.

Im letzten Absatz werden Sie dann konkreter: „Von der Stadtverwaltung wurde und wird –
neben der Möglichkeit eines Weiterbetriebes mit reduzierten nächtlichen bzw.
frühmorgendlichen Öffnungszeiten am jetzigen Ort – ein alternativer Standort für das KuGl
gesucht.“ Weiter heisst es: „Ihr Hinweis, die Stadt St.Gallen sei passiv und würde sich nicht
für den Erhalt des KuGl einsetzen, trifft deshalb nicht zu.“ Wir von Klartext werden also
widerlegt, bloss weil die Stadt sich für einen alternativen Standort einsetzt. Das stimmt so
nicht! Denn will man sich wirklich fürs KuGl einsetzen, reicht es nicht, nur nach neuen
Standorten zu suchen, während man dabei den ungerechten und unverhältnismässigen
Anfangskonflikt völlig ausser Acht lässt. So wird der Kläger auf ein Neues verhätschelt und
keiner der beteiligten Politiker oder Departements finden klare Worte, die diesen Missstand
anprangern.


In erster Linie denken wir hier natürlich an den Stadtrat Nino Cozzio, Direktor für Soziales
und Sicherheit. Jene Person in der Regierung, welcher dementsprechend viel am Erhalt
eines selbständig produzierenden Kulturbetriebes liegen müsste. Eine Person, die nach dem
Erhalt von 6‘472 Unterschriften – was fast 10% der gesamten Stadtbevölkerung ausmacht –
auf den Tisch hauen sollte und sagen müsste: Hier muss dringend etwas gemacht werden!
Doch bis heute schaffte es der Direktor für Soziales nicht, klar Stellung zu beziehen oder mit
innovativen Rettungsvorschlägen von sich reden zu machen. Stattdessen appellierte er stets
halblaut an Kompromissbereitschaft. Aber unter anderem auch das Jugendsekretariat machte keine Anzeichen, diesen für die Jugend herben Schlag zu dämpfen oder gar abzuwenden.
Im Gegenzug fand man andere Namen in der Presse vor, welche sich zum Thema
äusserten. Da hätten wir zum Beispiel Ernst Michel, Leiter für Baubewilligungen oder
Elisabeth Beéry, Direktorin Bau und Planung. Dass diese Personen aufgrund der
„rechtlichen Vorgaben“ nur begrenzt handlungs-und auskunftsfähig waren, liegt auf der
Hand.

Kommt dazu, dass Sie die Besucher des KuGl in Ihrer Antwort schon fast ein wenig zynisch
als „partyfreudige Jugendliche“ deren Veranstaltungen bis tief in die Nacht oder gar noch „bis
zum Morgengrauen stattfinden“ abstempeln und dass das KuGl darin praktisch nur als
Partyhöhle beschrieben wird, anstelle eines Ortes von kulturellen Wert.

Kombiniert man die Passivität der Stadtregierung mit dem, dass sie anscheinend noch eine
tiefere, gesellschaftliche Problematik in den unbegrenzten Öffnungszeiten sieht, drängt sich
eine beängstigte Erkenntnis auf: Die Stadt hat kein Interesse, die Anliegen der Jugend ernst
zu nehmen!

Das Traurigste an der ganzen Sache ist jedoch, dass die Stadt mit diesem Verhalten den
selben Weg einschlägt wie der kompromissablehnende und toleranzfremde Nachbar. Man
beruft sich stets auf „rechtliche Rahmenbedingungen“, lässt dafür kulturfremde Ämter den
Kopf hinhalten. Dass sich die Jugend aber ein starkes soziales Rückgrat wünscht, in einem
Kampf für ihre Interessen und gegen Beamtenwillkür, ist immer noch nicht erkannt worden
Ein Rückgrat, das mit öffentlichen und klaren Statements, aber vor allem auch Taten von
politisch sozialen Organen hätte geschaffen werden können!

Ein besonderes Augenmerk sollte man vor allem auf den vorher bereits erwähnten Rückzug
hinter die gesetzlichen Einschränkungen legen. Es ist verständlich, dass auch die Stadt die
Gerichtsentscheide zu respektieren und einzuhalten hat. Dennoch ist es gerechtfertigt, in
Zusammenhang mit dem Fall KuGl von einer passiven Haltung der Stadt zu sprechen. Am
besten lässt sich dies anhand eines Beispiels aufzeigen:
Die Regierung der Stadt gewährte dem Eidgenössischen Musikfest 2011 200‘000 Franken
zur Unterstützung und zusätzlich eine Defizitgarantie von 200‘000 Franken. Zudem wurde
das traditionellste aller st.gallischen Feste, das Kinderfest, kurzerhand um ein Jahr
verschoben, die Kantiprüfungen ebenfalls verlegt und an dem Ort, an welchem wir bei der
Lancierung der Petition gerne für ein paar Stündchen Musik laufen lassen wollten, für zwei
Wochen eine Bühne in der Höhe eines Hochhauses aufgestellt. Dass uns als Begründung
zum Nichterteilen der Musikbewilligung einen kommerziellen Hintergrund nachgesagt wurde,
grenzt unter Berücksichtigung des gelebten Solidaritätsgedanken aller Besucher an eine
Demütigung.

Diese Tatsachen zeigen zweierlei Dinge auf. Zum einen hätten wir die erfreuliche Botschaft,
dass man sich darum bemüht, Kulturelles zu fördern und auch bereit ist, dafür Traditionen
aufzugeben und Gewohnheiten zu brechen. Zum anderen zeigt es genau auf, was alles
möglich wäre und was im Fall KuGL versäumt wurde. Zudem muss man erkennen, dass die
Stadt kein Interesse hat, dass die Jugend etwas selbst in die Hand nimmt. Es geht so weit,
dass sie den Jugendlichen mit besagter Bewilligungsverweigerung sogar noch Steine in den
Weg legt und so versucht, sie mundtot zu machen. Ganz zu schweigen davon, dass beim
Musikfest die Nachfrage der Stadtbewohner ziemlich verhalten ausgefallen ist, während
beim Fall KuGl fast 10% mit ihrer Unterschrift das Anliegen aussprechen, die Stadt solle sich
mit ALLEN Mitteln um den Erhalt des Kulturlokals kümmern.

Quod erat demonstrandum: Herr E. Michel (Leiter Baubewilligungen) rechtfertigte sich im
Tagblatt vom 12. März 2011 auf die Kritik unsererseits an der erneut gewährten
Fristverlängerung zugunsten des Klägers, mit den Worten: „Solche Nachfristen seien üblich,
ja sogar die Regel.“ Im Vergleich zu den vorgenommenen Regel- und Traditionsbrüchen vom
Musikfest, scheint eine solche, gesetzlich nicht verankerte Regel doch das erste zu sein, wo
die Stadt aktiv ihr Interesse am Erhalt hätte aufzeigen können.

Daraus lässt sich eindeutig erkennen: Die Stadt St.Gallen ist zu passiv, um eine
Weiterführung des KuGl in gewohnter Form zu unterstützen!

Man hätte einige Möglichkeiten gehabt, der Eskalierung bis in die politisch höchsten Etagen
entgegenzuwirken. Wir von Klartext fragen uns zum Beispiel: Weshalb wurde keine
Projektgruppe gebildet, welche sich diesem Fall annimmt? Eine Projektgruppe, welche nicht
nur an der Lösung des Falles arbeitet, sondern auch eine koordinierende und
kommunizierende Funktion einnimmt.
Eigentlich hätten wir solche Massnahmen oder auch nur Ideen in Ihrem Antwortschreiben
erwartet. Leider erhielten wir ziemlich viel Nichtssagendes und nur spärlich Informationen,
was die Stadt zur Rettung beiträgt.
Warum wir auf so eine grosse Unterstützung pochen, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass
man eines nicht vergessen sollte: Die Stadt selbst ist dafür verantwortlich, dass der Kläger
überhaupt so weit kommen konnte. Ausschreibefehler, die niemals hätten gemacht werden
dürfen und deshalb von Ihnen geschickt verschweigt werden, sind ein wesentlicher Grund
dafür, weshalb wir, die Jugend, nun ein Stück Entfaltungsraum verlieren könnten.

Abschliessend bleibt uns Ihnen leider nur folgendes mitzuteilen: Ihr Antwortschreiben stellt
für uns eine Verhöhnung der Petition mit all ihren Befürwortern (6‘472 Unterschriften) dar.
Für die Stadt wäre es an der Zeit die laute Stimme der Jugend zu hören und endlich zu
handeln. Zu erkennen und zu akzeptieren, dass es nicht um partyfreudige Teenager geht,
sondern um Personen, denen ein Stück Kultur entrissen wird. Eine Jugend, die sich seit
nunmehr einem Jahr in einem ungleichen Kampf gegen Unverhältnismässigkeit und
Beamtenwillkür behauptet. In einem Kampf, in dem es einer einzigen Person möglich
gemacht wurde, die Jugend als Täter darzustellen.

Eine Jugend, die nun etwas von Ihnen fordert: Helfen Sie tatkräftig mit, dass das KuGl
erhalten bleibt und die Stadt St.Gallen nicht zu einer jugendkulturlosen Schläferstadt wird!
Die Jugend wird es Ihnen danken.

Freundliche Grüsse,
Klartext-SG





Um die vollständige Petitionsantwort des Stadtpräsidenten zu lesen, schreibt eine Mail an klartext-sg@hotmail.ch. Wir werden sie euch dann per Mail zukommen lassen!

Mittwoch, 15. Juni 2011

Ein kleiner Schritt...

Lange ist es her seit wir euch Neues berichten konnten im Fall rund ums Kugl. Nun hat die Stadt die Baueingabe zum Lärmschutz trotz der Einsprache des Nachbarn bewilligt. Somit wurde der erste Grundstein gelegt, dass das Kugl erhalten werden kann. Doch feiern kann man diesen Entscheid noch nicht. „Do stoht üs wohrschindlich no einiges a juristischem Hick Hack bevor“, sagt der Lokalbesitzer Daniel Weder glücklich über den Entscheid, aber mit einem steten Blick auf die Realität. Denn auch hier wird mit einer Einsprache gerechnet, welche sich wieder über Monate ziehen könnte, bevor man dann vor der letzten Instanz landen wird.

Fakt ist also nach wie vor: Dieses Wochenende feiert das Kugl den letzten Anlass vor einer ungewissen Zukunft. Denn bis der Fall vor Gericht nicht zu 100% abgesegnet ist, gelten die verkürzten Öffnungszeiten.

Noch keine Reaktion gibt es von der Stadt auf unsere Petition. In einer ersten Antwort hiess es, man werde wohl noch vor den Sommerferien eine Stellungnahme, bzw. Antwort abgeben. Uns bleibt nichts Anderes übrig, als auf weitere Gerichtsentscheide und Antworten der Stadt zu warten. Tragen wir bis dahin das KUGL und dessen Atmosphäre in die Welt hinaus. Tanzt auf der Strasse die Seele aus dem Leib, schaut euch Kurzfilme kurz und knapp zuhause mit Kollegen an, versucht euch im Powerpoint-Karaoke und hört weiter ausgiebig Musik oder macht sie gleich selber. Dieser Meinung wären wohl auch die Sportfreunde Stiller: HIER klicken und laut anhören!!

Freitag, 13. Mai 2011

Stellungnahme zum 'Cybermobbing-Urteil'

Klartext St.Gallen hat Kenntnis genommen von der Verurteilung der 19. Jährigen St.Gallerin, die den klagenden Anwohner des Kugls als "Seckel" und "Trurige Mensch" bezeichnete. Klartext nimmt weiter Kenntnis von der bedingten Busse über sieben Tagessätzen zu 30 Franken und den Gerichtskosten über 1250 Franken.

Bisweilen haben wir uns stets zurückgehalten, wenn es um den Anwohner A.K. als Person ging. Nicht aus Angst, mit Äusserungen juristisches Glatteis zu betreten, sondern da es aus unserer Perspektive um die Sache ging und wir unsere Energie in den Widerstand stecken wollten, ohne personenbezogene Politik zu betreiben. Die Meldung vom 9. Mai 2011 hat uns aber dazu bewogen, klar Stellung zu beziehen:

Wir möchten von Anfang an klarstellen, dass wir Beleidigungen, seien sie bösartiger Natur oder auch nur Lappalien wie im Fall der Angeklagten C.S., keineswegs unterstützen, da sie eine Art der Kommunikation fördern, die der Sache nicht dienlich ist und zu einen verhärteten Umgang miteinander führt.
Dass sich A.K. als Opfer von Cybermobbing darstellt und eine Art der Kommunikation betreibt, die man sich vom ihm zwar gewöhnt ist, die aber genauso destruktiv ist, dafür haben wir ebenso KEIN Verständnis. Der viel gebrauchte Begriff des "Cybermobbing" ist ausserdem falsch, da es sich im Fall der Angeklagten C.S. keineswegs um bewusstes Mobbing handelte. Mobbing wird als konstantes oder wiederholtes Bedrängen oder Erniedrigen definiert, davon kann in diesem Fall nicht die Rede sein! Weiter wird hier ein weiteres Problemfeld aufgedeckt, nämlich jenes des sozialen Mediums Facebook. Ohne jegliche Kompetenz über Facebook und die Gepflogenheiten der Jugend und deren Sprache hat sich A.K. über die Äusserungen zu seinem juristischen Vorgehen empört. Es soll hier nochmals klar erwähnt werden, dass die erwähnten Äusserungen der Angeklagten keinesfalls weder als Beschimpfungen noch als Cybermobbing gewertet werden dürfen. Und so kritisieren wir auch das Vorgehen seitens der Behörden. Zwei Monatslöhne einer Lernenden als Bestrafung, was Gerichtskosten letzten Endes beinhalten, sind fernab jeglicher Verhältnismässigkeit und Vernunft.

Es scheint als wolle A.K. die Täter/Opfer- Rolle vertauschen, indem er davon ablenkt wie viele Leute er mit der eventuellen Kugl-Schliessung zum Opfer machen würde und wie er seit Jahren die Täterrolle ausführt. Wir erinnern daran, dass dieser mittlerweile sehr emotionale Konflikt, unter fragwürdigen Gründen, von ihm als Einzelperson ausging.
Es zeichnet sich je länger je mehr ab, dass es A.K. nicht mehr um eine konstruktive Lösung geht. So hat er erneut Einsprache erhoben als das Kugl den Lärm mit einer Vorrichtung beim Eingang eindämmen wollte. Der erneute Gerichtskrieg, welcher von A.K. gegen die Kommentare auf Facebook geführt wurde, bestätigte erneut: für Gespräche, welche eine Lösung ermöglichen könnten, ist dieser Mann nicht bereit. Dies muss seitens der Behörden auch sanktioniert werden.
Klartext liegen Informationen vor, dass die Angeklagte sich sogar in einem Brief beim Kläger entschuldigte, darauf jedoch nicht einmal eine Antwort bekam. Und so wird ein Präzedenzfall geführt mit dem alleinigen Ziel Macht zu demonstrieren.

Wir von Klartext haben uns dazu entschieden uns an den solidarischen Aktionen zu beteiligen. Nicht, weil wir Beleidigungen unterstützen, sondern weil wir die Reaktion von A.K. unverhältnismässig und überzogen finden und ein weiteres Zeichen setzen wollen: Die Jugend steht zusammen in diesem ungleichen Rechtskrieg!

Donnerstag, 28. April 2011

6'472

ist die sensationelle Anzahl der Unterschriften, welche innerhalb von rund zwei Monaten gesammelt wurden für die Petition ‚Das Recht auf Kultur'.
Dies sind 6‘472 Personen die sich aktiv für einen uneingeschränkten Betrieb des Kugls aussprechen und vom Stadtrat eine starke Förderung der Jugendkultur verlangen.
Seien es Jugendliche, die ihren beliebten Treffpunkt nicht verlieren möchten oder solche welche sich für eine jugendfreundlichere Stadt starkmachen wollen, seien es Eltern, Lehrer, Grosseltern, Nachbarn, etc. die den jüngeren Generationen Möglichkeiten und Freiräume zusprechen wollen, sich zu entfalten oder ihnen einfach mit einer starken Rückendeckung die Kraft geben möchten, sich im Leben nicht alles gefallen zu lassen. All diese Personen, egal aus welchen Beweggründen, wollen vor allem eins: eine lebendige Jugendkultur.
Nun haben wir heute die Kug(e)l dem Stadtrat zugeschoben. Dieser sieht sich mit knapp 6‘500 lauten Stimmen konfrontiert, die von ihm Antworten, Lösungen und vor allem Taten fordern. Gerade deswegen, weil diese lebendige Jugendkultur in seiner natürlichen Dynamik auf ein starkes Rückgrat, nämlich die Stadt selber, zählen können sollte.
Ein besonderer Dank geht an all jene Personen, die uns unzählige Bogen zukommen liessen und auf eigene Faust gesammelt haben. Nicht zu vergessen alle Geschäfte und Institutionen, die uns mit ihrer Hilfe tatkräftig unterstützt haben.
Wir von Klartext sind glücklich darüber, dass eine grosse Zahl von Menschen bereit ist zusammenzustehen und zu sagen: Nicht mit uns! Dies nicht virtuell, sondern auf der Strasse.
Die Jugend und die Junggebliebenen haben definitiv ihr Gesicht gezeigt.
In diesem Sinne hoffen wir nun auf klare Worte und grosse Taten seitens der Stadt!


6'472 Unterschriften... Yeahhhh :-)

Dienstag, 5. April 2011

D. Richiger, Leiter des flons, über das Kugl und die Frage: Was würde danach kommen?

Quo vadis?
Habt ihr euch auch schon gefragt, was sein wird wenn das Kugl schliessen muss? Auf der Suche nach Antworten und den Positionen in der fehlenden Diskussion machen sich die Mitglieder von Klartext selbst auf die Socken.
             
Die Jugend darf nicht abkühlen
                       
Im Sommer, wenn es heiss ist und die Leute zu Hause bleiben und grillen, werden höchst wahrscheinlich nur ein paar Wenige die Auswirkungen auf das Nachtleben vom geschlossenen KUGL bemerken. Erst wenn es wieder kalt wird und die Konzerte drinnen stattfinden, wird die Lücke gut feststellbar sein. Donat Richiger, Leiter des flons ist selbst KUGLgänger. Als städtisches Pendant zum KUGL konkurriert der flon das KUGL. Im flon wird aber mehr Wert auf die Vielfalt der Jugendkultur gelegt, was vordergründig eigentliche Regelmässigkeiten ausschliesst. Unteranderem liegt das auch an der finanziellen Direktunterstützung durch die Stadt. Beide aber haben die Jugendkultur gemeinsam. So hofft Donat Richiger, dass im Falle der drohenden Schliessung, vor allem die Jugendlichen selbst aktiv werden und sich für eine Alternativlösung engagieren.
   
Zwei Dinge, die zusammen gewachsen sind
   
Der drohende Verlust des KUGLs schmerzt viele Jugendliche. Ob das KUGL zuerst ein Programm für die Jugend geschaffen oder die Jugend das KUGL dazu verleitet hat das Programm auf Jugendliche umzustellen, ist offen. Er selbst hat das Gefühl, am Anfang seien zum Beispiel die Elektropartys von einem älteren Publikum besucht worden. Heute seien die meisten Besuchenden knapp über 18 und manchmal auch neu im Nachtleben. Gerade mit der Schliessungsdrohung, aber auch vorher schon, ist das KUGL zu einem wichtigen Identifikationssymbol für die Jugendkultur geworden.
        
Kultur als Gemeinsamkeit
         
Momentan als einziges privates Veranstaltungslokal im Kern der Stadt ist das KUGL hauptsächlich für Veranstaltungen wie Partys und Konzerte umgebaut worden. Die Grabenhalle, das Palace, der flon und die Jugendbeiz talhof werden von der Stadt für den Ausgang der Jugendliche und Ihre Kultur angeboten. Sie ziehen jedoch ein anderes Publikum wie die KUGLgänger an. Gerade am Wochenende sei der Unterschied offensichtlich. Häufig sind es vor allem die Jüngeren unter dem Ausgangspublikum, die im KUGL feiern und Konzerte sehen. Momentan, so vermutet der Sankt Galler, gibt es keine Alternative im gleichen Stil, denn die festen Treffpunkte im Ausgang könne die Stadt nicht schaffen. Zwar habe es schon in jeder Bar einen eigenen DJ, doch als privater Betrieb mit grosser Veranstaltungsfläche und regelmässigem Programm  ist das KUGL bis jetzt einzigartig.
      
Vor allem die Stadt verliert. Schon wieder!
        
Spannend ist auch seine Erzählung von anderen Jugendarbeitern. Von den Jugendtreffs ausserhalb der Stadt hörte er, dass die örtlichen Jugendlichen vermehrt ins Glow in der AFG Arena ausgehen. Der neue Club scheint vor allem Jugendliche aus den umliegenden Agglomerationsgemeinden anzuziehen.
        
         
Für ihn persönlich ist auf jeden Fall klar, dass es einen Ersatz braucht. Die Priorität steigt, da man jetzt weiss wie wichtig ein solches Angebot wie das KUGL ist. Vor der Gründung des KUGLs sei einfach das Angebot unbefriedigend gewesen. Gerade in dieser Tatsache sieht er auch eine Chance. Die Jugendlichen kämpfen für einen Ersatz im gleichen Stil. Die Stadt hätte hier grosse Chancen einer der grössten Ausgangskultur unter die Arme zu greifen. Er sieht mit dem Jugendkulturraum flon der Stadt einen dargebotenen Lösungsansatz, da hier Jugendliche selbst das Programm bestimmen können. Fraglich ist, ob dies als Ersatz für einen Privatbetrieb dienen kann, da es bis jetzt als Ergänzung im Angebot gedient hat.
Eine weitere Stimme bestätigt: Der Kampf damit das KUGL weiter rollt ist eine Frage der Kultur und nicht von Paragraphen und Theorien.
        
Klartext bedankt sich für diese Einschätzungen und die offene Meinung.

Dienstag, 29. März 2011

Erfreuliches Kugl

Klartext organisiert zusammen mit der 'Erfreulichen Universität' zwei Abende zum Thema ‹Kulturelle Freiräume› im Palace. Neben der Frage nach der Förderung von kulturellen Freiräumen wird auch die Problematik rund ums Kugl thematisiert und diskutiert werden.
Den Anfang der zweier-Serie macht nächsten Dienstag dem 5. April die Vorführung des Films 'Auf- und Abbruch in St.Güllen' von Jan Buchholz und Thomas Koller. Der Film zeigt die Situation der Stadt St.Gallen um die Jahrhundertwende als viele Kulturinstitutionen verschwanden und neue, unter anderem das Palace entstanden.
Der Dienstag in zwei Wochen wird dann mehr im Zeichen der Gegenwart stehen. Wir diskutieren zusammen mit Vertretern der Stadt und Leuten von Kulturinstitutionen wie dem Palace wie es um die Kultur in St.Gallen und das Kugl steht.

Lasst euch die zwei Abende auf keinen Fall entgehen, kommt ins Palace und diskutiert mit uns übers Kugl und über kulturelle Freiräume.

Mittwoch, 16. März 2011

Interview mit Daniel Weder, dem Geschäftsführer des Kugl

Es geht um sein Lokal, seine finanzielle Existenz. Daniel Weder, der Geschäftsführer des Kugls, ist dafür verantwortlich, dass wir seit nunmehr sieben Jahren Kultur am Gleis geniessen können.

Im Klartext-Interview spricht er über die Geschichte des Kugls, nimmt Stellung zum Verhalten der Stadt und philosophiert über die Zukunft.
Er wirkt angespannt und geladen mit Emotionen. Schlägt sich enttäuscht die Hände vor das Gesicht, wenn er vom vermeintlichen Aus des Kugls erzählt, lebt jedoch wieder auf und lacht, wenn er über den Glauben an bessere Zeiten spricht.
 
Ein Wechselbad der Gefühle wiederspiegelt sich in diesen 45 Minuten während des Interviews.
  
 
Klartext: Das Kugl gibt’s ja schon ziemlich lange. Es interessiert viele Personen wie das Ganze entstanden ist. Es gibt ja den Mythos ihr hättet mit Strassenaktionen begonnen. Wie war es wirklich?
 
D.W: Mythos klingt schön. Angefangen haben wir mit privaten Garagenpartys, hatten immer Stress mit der Polizei. Es folgten auch kleinere Openairs. Irgendwann wurden uns die Räumlichkeiten genommen und wir suchten irgendetwas Festes und so kamen wir zum Güterbahnhof.

Wenn das Kugl wirklich schliessen muss, was wäre für dich das Schlimmste, resp. was würdest du vermissen?
 
Es würde mir natürlich vieles fehlen, aber das wären Dinge die immer wieder ersetzt werden könnten durch neue Sachen. Ich hoffe, dass es weitergehen wird und ich versuche mir immer eine realistische Möglichkeit - ein realistisches Szenario - auszudenken, wie die Zukunft aussehen könnte. Aber ich bin mir immer bewusst, dass es, auch wenn es hier enden würde, auf irgendeine Art weitergehen wird.
Für mich als Einzelperson wäre das Schlimmste das Geld. Die finanzielle Lage wäre katastrophal. Aber es enttäuscht mich auch, dass ich den Leuten vielleicht schon bald keine Kultur und keinen Spass mehr bieten kann. Mut macht mir genau diese Aktion von Klartext. Es zeigt dass die Power vorhanden ist, dass wieder etwas Derartiges entstehen könnte.

Hast du die Power noch?
 
Jene Power, die es gebraucht hat um das Kugl an diesen Ort zu bringen wo es jetzt steht, hätte ich wohl nur, wenn sich die Umgebung verändert. Wenn das Umfeld dir Energie gibt, kannst du selber auch wieder Energie tanken. Dann geht’s. Veränderungen sind jetzt auf jeden Fall angebracht. 
 
Wie geht es weiter nachdem nun offiziell die Einsprache gegen das Baugesuch eingegangen ist?
 
Jetzt wird die ganze Sache wieder von Instanz zu Instanz gehen, bis vor das Bundesgericht.
 
Wie stehen die Chancen?
 
Die Chancen stehen gut. Die grosse Frage ist wann. Wann kann man die neue Baueingabe als Rechtskräftig betrachten? Wenn das erst im Dezember 2011 ist, sind das 4 oder 5 Monate in denen wir keine Bewilligung haben.
 
Wäre das das Aus für das Kugl?
 
Wir sind nun mit der Stadt in Verhandlungen, wie man das Kugl noch über Wasser halten könnte. Es wäre möglicherweise das Aus für die Firma hinter dem Kugl, die Projektikum GmbH. Wie schon gesagt, man muss einfach flexibel sein und vorausdenken.
 
Gibt es da bereits Pläne seitens der Stadt oder von dir?
 
Wir haben Pläne ausgearbeitet. Dabei ziehen wir eine Vereinsgründung in Betracht, um mit diesem dann wieder Neues zu produzieren. Dies hätte auch finanziell viele Vorteile.

Als dir Klartext vorgestellt wurde, hast du stets betont, dass es hier nicht nur ums Kugl an sich geht, sondern vor allem um die Jugendkultur. Was liegt dir an dieser Kultur? Warum ist dir das genauso wichtig wie das Kugl?
 
 
Die Jugendkultur ist mir noch viel wichtiger als das Kugl. Jung sein, was unternehmen, zu erleben und sagen zu können: ‚Das gehört zu uns!‘, das ist es, was mich dazu gebracht hat, das Kugl aufzubauen. Ich finde einfach, die Jugend ist die Zukunft unserer Welt. Die Jugend in der Schweiz hat es natürlich traumhaft schön im Vergleich zu Jugendlichen irgendwo anders. Aber das soll nicht bedeuten, dass alles gut ist, was passiert. Ich denke wenn das Kugl weg ist, ist das Problem nicht gelöst.
  
Die Jugend ist einfach etwas, woran man als Mann mit 36 Jahren gerne zurückdenkt und irgendwie fühlt man sich immer noch ein wenig jugendlich und will dies auch bleiben. Umso mehr man sich mit dieser Kultur in Verbindung setzt und mit Jüngeren und Junggebliebenen lebt und versucht sie zu verstehen, wie sie sind und wieso sie so sind, bleibst du selber jung. Ich habe noch keine eigenen Kinder und deshalb seid ihr meine Ersatzkinder. (lacht)
 
  
Thema Stadt: Von vielen Seiten hört man, dass mit dem Palace, Flon oder der Grabenhalle genügend Platz vorhanden sei, wo sich die Jugend entfalten kann. Wie stehst du dazu? 

Es sind einfach zu viele Jugendliche für diese Angebote. Das Palace und die Grabenhalle bedienen eine ganz andere Art von Kultur als das Kugl und spricht somit auch andere Personen an. Und wenn wir von Gästen sprechen, die auch mal etwas jünger sein dürfen, hebt sich das Kugl ganz klar von den anderen ab. Die Stadt wird grösser und die Jugendlichen fordern immer mehr Abwechslung, da bietet die Stadt einen Teil, aber halt eben nur einen Teil. 
 
Kultur wird zerstört und nichts wird dagegen gemacht. Liegt es daran, dass die Stadt das Sorgenkind ‚Jugend‘ nicht unterstützen möchte?
 
Eher weniger. Man muss hier auch die Stadt ein wenig in Schutz nehmen. Sie ist dazu verpflichtet der Kultur Platz zu bieten, sodass diese sich frei entfalten kann, darf sie aber gleichzeitig nicht zu fest beeinflussen. Das ist ein schmaler Grad.
       
Beim Palace oder der Grabenhalle wird ein Grundkonzept erwartet, welches die Leute selber erarbeiten müssen und dieses dann umsetzen sollten. Dies ist ein Konzept, welches dann auch auf politischer Ebene abgesichert und abgesegnet ist. Dies kann durchaus ein Hemmnis sein, welches wir nicht haben.
Je grösser die Stadt wird, desto schwieriger wird es, allen Menschen Kultur zu bieten. Unsere Idee war, unabhängige Kultur zu produzieren. Ich denke, dass ist auch das Prinzip der Zukunft. Es wird immer mehr so gemacht werden. Die Stadt kann nicht alles finanzieren. Und wer entscheidet denn schon was Kultur ist und was nicht? Für viele Leute ist das Kugl zur Kultur geworden.
 
  
Rechtlich hat man sich durch viele Lücken und Fehler geschlungen. Fehler sind auf beiden Seiten unterlaufen. Erzähl uns wie es dir im Krieg der Paragraphen geht?
 
Einerseits weiss ich wie das ganze politisch läuft; du kannst nicht hingehen und sagen: Jetzt stehen wir voll hinter dem Kugl. Denn es steht noch viel mehr dahinter. Die Politik muss sich dann auch vor jenen rechtfertigen, die nicht die gleiche Ansicht haben wie ich.
Trotzdem ist es ein Bewilligungsfehler auf dem der ganze Kampf überhaupt ausgefochten wird. Ich als Daniel Weder, ich als Kugl, ich als Projektikum GmbH kann nichts für diesen Fehler. Und deshalb erwarte ich von der Stadt eigentlich volles Engagement und das habe ich als Firma oftmals nicht gespürt. Das brachte mich manchmal zur Weissglut. Es bleibt mir aber nichts anderes übrig, als die bittere Pille zu schlucken und mir immer wieder zu sagen: ‚Es gibt immer einen Weg.‘ Man kann immer etwas verantwortlich machen dafür, dass etwas nicht so gekommen ist wie man es gern gehabt hätte, aber dann muss man einfach nach vorne schauen und sich auf sich selber konzentrieren.
 
Heisst das, du hast wort- und tatenlos zugeschaut wie sich die Stadt ihrer Verantwortung entzieht?
 
Natürlich nicht. Ich habe dann einfach mehr Druck ausgeübt und ihr tragt mit der Petition einen grossen Teil dazu bei. Genau so funktioniert es, das ist Demokratie. Miteinander einstehen und sagen: ‚Hey, das wollen wir nicht.‘ So kann man was erreichen.
Ich hätte mir nie vorstellen können, was hier alles passiert. Wenn mich manchmal jemand fragt, was ich dazu  meine, was das Kugl für eine Solidaritätswelle ausgelöst hat, weiss ich einfach nicht mehr zu sagen, als dass es geil ist. Ich bin einfach nur stolz auf all jene, die Teil dieser ‚Entwicklung‘ sind.
 
Klartext gab im Interview mit dem St.Galler Tagblatt zu verstehen, dass man sich von der Politik alleingelassen fühlt. Ausser ‚W  ir stehen hinter dem Kugl‘ kam nie ein Statement der Stadt.
 
Das verstehe ich auch nicht. Anscheinend geht das nicht, aus welchen Gründen auch immer. Da hätten wir zum Beispiel Herrn Scheitlin, der Stadtpräsident ist, oder Frau Eberhard, welche im Stadtrat zuständig für Bildung, Sport und Jugendarbeit ist. Egal wer, irgendjemand hätte sich dazu äussern müssen. Vor allem nachdem Klartext in allen Medien präsent war und gezeigt hat, dass etwas gemacht wird, hätte eine Reaktion folgen sollen. Dieses Stillschweigen der Stadt finde ich unglaublich schade.
  
Die Polizei erteilte uns bei der Lancierung der Petition die Musikbewilligung nicht, mit der Begründung das Kugl habe einen kommerziellen Hintergrund. Natürlich möchtest du mit dem Kugl dein tägliches Brot verdienen, doch wie kommerziell ist es aus deiner Sicht wirklich?
 
Rein rechtlich sind wir eine GmbH und somit kommerziell. Daran gibt es nix zu rütteln. Wenn man aber glaubt, das Kugl sei eine Goldgrube, liegt man extrem falsch. Ein Teil des Gewinns geht ja schon wieder drauf, um die kulturellen Anlässe unter der Woche querzufinanzieren.
  
Das Schlimme an dem Entscheid, dass an diesem Samstag keine Musik gespielt werden durfte ist, dass Leuten die Hände gebunden werden, die sich für etwas einsetzen. Sie haben euch sozusagen unterstellt, dass ihr das nicht aus Eigeninteressen organisiert, sondern dass das Kugl dahinter steht. Und bei dieser Entscheidung ohne Hand und Fuss kann ich nur noch den Kopf schütteln.
Wir hatten stets ein gutes Verhältnis mit der Stadt, auch mit der Polizei. Man konnte miteinander sprechen und Lösungen finden. Solche Dinge wie sie jetzt ablaufen sind einfach unerklärlich. Ich unterstelle niemanden Böswilligkeit, es ist einfach nicht durchdacht.
 
Hat die Toleranz der Mitbürger abgenommen oder hat sich das KUGL und seine Besucher verändert?
 
Hier wird alles restriktiver. Es wäre schön wenn man diese Tendenz stoppen könnte. Aber der Mensch kommt an Situationen bei denen er Angst verspürt. Und vor diesen muss der Staat ihn dann wieder beschützen. Es ist schlicht und einfach ein Teufelskreis.
 
Hat der Mensch Angst vor der Entwicklung der Jugendkultur?
 
Ganz klar. Es geht nicht mal um lange Partys oder viel Alkohol. Ich würde es am besten mit einem wilden Tier vergleichen. Am Anfang ist es noch herzig und knuddelig und dann wird es immer grösser, entfremdet sich von einem und wird nicht mehr so leicht berechenbar. Was ist die einfachste Lösung? Du sperrst es weg.
Natürlich sind nicht alle so, wie an der Lancierung der Petition schön zu sehen war. Aber es gibt einige die ihre negative Einstellung laut herausschreien und so die viel grössere Masse übertönen wollen. Darunter leiden grossartige Leute. Zum Beispiel Safer Clubbing, was diese Leute unternehmen um die Jugend aufzuklären ist gewaltig.
Es verändert sich alles. Durch die mediale Präsenz wird man automatisch vorsichtiger und ängstlicher. In jeder Generation hat es Personen gegeben die es übertrieben haben, nur hat man es früher nicht ständig vor Augen geführt bekommen.

Doch es ist die Zeit der grossen Umbrüche, nicht nur bei uns.
 
Vielen Dank für das interessante Gespräch.